Hausverkauf: Welche Unterlagen müssen übergeben werden?

Wer seine Immobilie verkaufen möchte, steht vor einem komplexen Ablauf (verlinken mit Hauptseite zu “Ablauf & Dauer”), bei dem es auf die Details ankommt. Hat sich ein Interessent für Ihr Haus entschieden, ist es nicht nur Zeit für den Kaufvertrag und die Schlüsselübergabe, sondern auch für die Übergabe wichtiger Unterlagen. Um welche Dokumente es sich handelt, erfahren Sie in unserer Checkliste.

Darum geht es:

 

Checkliste: Haben Sie alle wichtigen Dokumente für Ihren Hausverkauf?

Bereits für die Vermarktung Ihrer Immobilie sind diverse Unterlagen erforderlich und sollten im Exposé Berücksichtigung finden. Steht der Verkauf schließlich bevor, sollten Sie folgende Dokumente zur Hand haben und an neue Eigentümer übergeben, um beispielsweise eine Finanzierung zu gewährleisten.

Grundrisse

Wenn Sie Ihr Haus verkaufen möchten, brauchen Sie nicht nur überzeugende Bilder im Exposé, sondern auch Fakten auf dem Papier: Grundrisse. Interessenten können sich somit einen ersten Überblick über Ihren Wohnraum verschaffen und abgleichen, ob die Räumlichkeiten Ihren Bedürfnissen entsprechen.



Ein Grundriss ist unverzichtbar für den Immobilienverkauf. | © pixabay


Spätestens wenn aus diesem Interessenten ein potentieller Käufer wird, sind Grundrisse unerlässlich für die Finanzierung der Immobilie. Banken stützen Ihre Bewilligung auf vollständige Grundrisse. Umso wichtiger ist es, akkurate Zeichnungen vorliegen zu haben, die über das behelfsmäßige Skizzen-Niveau oder ungenaue Online-Tools hinausgehen. Ist Ihr Haus relativ neu, können Sie womöglich die ursprünglichen Architekten-Zeichnungen nutzen. Existierende Zeichnungen zu älteren Häusern entsprechen heute oft nicht mehr den Bemaßungsstandards oder sind ggf. unvollständig. Auch eine separate Wohnflächenberechnung kann bei einer Immobilienfinanzierung fällig werden.

Ihr beauftragter Makler lässt für Sie idealerweise sowohl Grundrisse erstellen als auch eine Wohnflächenberechnung vornehmen.

Wohnflächenberechnung

Im Zuge Ihres Immobilienverkaufs sollten Sie die Wohnfläche für den Käufer exakt berechnen bzw. berechnen lassen. Die Wohnflächenberechnung ergibt sich aus der Summe der anrechenbaren Grundfläche von Räumen im Haus bzw. in der Eigentumswohnung. Dabei entspricht diese Kalkulation nicht zwangsläufig der Grundfläche Ihrer Immobilie, da nicht jede Fläche als tatsächliche Wohnfläche angerechnet werden darf.



Grundbuchauszug

Mit Ihrem Grundbuchauszug versichern Sie dem Käufer Ihrer Immobilie, dass Sie tatsächlich der Eigentümer sind. Auch der Notar vergewissert sich dieser Rechtmäßigkeit, bevor er den Kaufvertrag beurkundet.

Der Grundbuchauszug zählt zu den notwendigen Unterlagen beim Hausverkauf.

Nebenkostenübersicht

Damit die Käufer Ihrer Immobilie absehen können, welche Nebenkosten auf sie zukommen, listen Sie die monatlichen Kosten für Gas/Öl, Wasser, Müll und Versicherungen als auch die Grundsteuer in einer Übersicht auf.

Belege für Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen

Haben Sie kürzlich Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen an Ihrem Haus vornehmen lassen? Dann informieren Sie den neuen Eigentümer darüber und händigen Sie idealerweise die entsprechenden Rechnungsbelege aus, damit die Käufer im Falle einer Beanstandung handlungsfähig sind. Gleiches gilt für Bedienungsanleitungen zu übernommenen technischen Geräten wie Herd, Backofen und Co.

Versicherungsunterlagen (Gebäudeversicherung)

Wenn im Zusammenhang mit dem Hauskauf von Versicherungen die Rede ist, ist zumeist die Gebäudeversicherung gemeint. Wollen Sie Ihr Haus verkaufen, übergeben Sie dem neuen Eigentümer nicht nur die Schlüssel, sondern auch die Wohngebäudeversicherung. Diese Regelung nach dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) soll einer Versicherungslücke bei auftretenden Schäden vorbeugen und verpflichtet Verkäufer und Käufer dazu, den Eigentümerwechsel umgehend der Versicherung zu melden. Geschieht dies nicht, erlischt der Schutz der Police automatisch nach einem Monat.


Energieausweis

Ein gültiger Energieausweis ist bereits bei der Vermarktung Ihrer Immobilie gefragt. Interessenten sollen gemäß der Energiesparverordnung die Möglichkeit erhalten, Immobilien anhand der Daten zur Energieeffizienz und zu den anfallenden Energiekosten eines Gebäudes zu vergleichen. Fehlen diese Angaben beim Immobilienverkauf, droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro. Verkäufer müssen neuen Eigentümern den Energieausweis zur Verfügung stellen.

Der Energieausweis wechselt beim Hausverkauf den Eigentümer.

ggf. Miet- und Pachteinnahmen

Informieren Sie die zukünftigen Eigentümer über etwaige laufenden Miet- und Pachteinnahmen, die Ihre Immobilie bzw. Ihr Grundstück betreffen.

Haben Sie alle erforderlichen Unterlagen für Ihren Hausverkauf beisammen, fehlt Ihnen ein Dokument oder haben Sie weitere Fragen, wird Sie Ihr Makler diesbezüglich unterstützen.

 

Fazit

Ein Hausverkauf ist mit dem Kaufvertrag, der Kaufpreiszahlung und der Schlüsselübergabe für die Immobilie nicht getan. Als Verkäufer sollten Sie sich zum Ziel setzen, dass der Käufer letztlich auf demselben Wissensstand bezüglich des Hauses ist wie Sie. Die Grundlage dafür bilden die aufgeführten Dokumente wie Grundrisse, die Wohnflächenberechnung, der Energieausweis, Unterlagen zur bestehenden Gebäudeversicherung sowie etwaige Rechnungsbelege und Bedienungsanleitungen. Ihr Makler wird für Sie im Übergabeprotokoll dokumentieren, welche Unterlagen Sie dem Käufer übergeben haben.

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